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Palmöl ist sehr vielseitig verwendbar.
Es wird für die Zubereitung fast aller traditioneller Speisen genutzt.
Die Nebenprodukte lassen sich zu Seife und Körperpflegeprodukten weiterverarbeiten.
Werden die Palmfrüchte
zu Palmöl verarbeitet und dann erst vermarktet, lassen sich wesentlich
höhere Preise erzielen als beim Verkauf der geernteten Früchte.
Die Herstellung des Öls ist jedoch sehr arbeits- und zeitintensiv. Zunächst
werden die Palmfrüchte zu dem Gemeinschaftsplatz gebracht, wo sie von
den Frauen in großen Mörsern zerstoßen werden. Anschließend
werden die gestampfen Früchte gekocht, gesiebt und gewürzt.
Dieses Herstellungsverfahren
stellt für die Frauen eine enorme körperliche und zeitliche Belastung
dar. Die Folge ist, daß nur ein geringer Teil der geernteten Früchte
verarbeitet werden kann, während der Rest zu schlechten Preisen
verkauft werden muß. Ein ausländisches Unternehmen sammelt diese
Früchte ein und übernimmt die Weiterverarbeitung. Der hiermit
erzielte Profit kommt allein dem Unternehmen zugute, während die Farmer
nur sehr geringe Preise für ihre Früchte erzielen.
Mit geringem technischen Aufwand
kann das Herstellungsverfahren wesentlich vereinfacht werden. Mit Hilfe eines
Dieselmotors wird dabei eine Mühle betrieben, die das mühevolle
Zerstampfen der Palmfrüchte übernimmt. Die zerkleinerten Früchte
werden dann mit einer manuell betriebenen Presse von dem ölhaltigen Saft
getrennt, der anschließend zu Palmöl weiterverarbeitet wird.
Dieses Verfahren entlastet
vor allem die Frauen. Ihnen obliegt weiterhin das Kochen des Palmöls
und die Vermarktung, es entfallen jedoch die anstrengenden und zeitintensiven
Vorarbeiten. Auf diese Weise können wesentlich größere Mengen
Palmöl selbst hergestellt und vermarket werden, wodurch eine Steigerung
des Familieneinkommes erreicht wird.
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